Ein Wochenende voller galaktischem Schleim

An diesem Wochenende wollten mein Mann und ich zu Hause bleiben, es uns richtig gemütlich machen und NICHTS tun... aber das funktioniert natürlich als Lehrer nur schwer.
Das nichts tun meine ich. Es gibt immer Ideen, oder kleine Lichter, die einem aufgehen und dann bastelt man doch schon wieder an einer Idee. Mein Mann ist vom Herzen her Musiker. Das heißt, er kann mich in den meisten Fällen verstehen.
Aber eben nur in den meisten Fällen und nicht immer...

Ich hatte mir vorgenommen, dass ich mit meinen Zweitklässlern mal Experimente machen möchte. Eigentlich habe ich für so was aber kein Fach, sprich Sachkunde oder Bio oder so. Aber ich habe Kez, ein Fach in dem es um Kunsterziehung im weitesten Sinne geht, bei dem wir fächerübergreifende Projekte auf Deutsch machen können und ich dachte, na ja, dann kann ich da eben ein Farbprojekt mit Experimenten zum Thema Weltall machen.

Und dann kam mir die Idee des galaktischen Schleims... also eigentlich kam sie gar nicht mir, sondern jemand hatte sie und ich dachte, dass sieht Kinderleicht aus im Internet und Schleim finden alle toll, Jungen und Mädchen... das probiere ich aus.

Gedacht - Gemacht...2 Stunden später war der gesamte Esstisch mit kleinen bunten Schleimhaufen übersät, beide Schäferhunde und die Katze hatten neu gestyltes Fell...was an einem Unfall lag. Normalerweise lebt die Katze im Ersten Stock, während die Hunde, die normalerweise im Garten wohnen im Erdgeschoss sind, aber in diesem Fall, angelockt durch den galaktischen Schleim, sprang sie auf den Tisch, ein Schäferhund hinterher und natürlich mitten durch den blauen galaktischen Schleim...und gerade in diesem Moment kam halt mein Mann von der Arbeit...

Ich glaube,  dass wir nächstes Wochenende wohl wieder einen Ausflug machen...ans Meer oder in die Berge, denn nach 2 Stunden Hunde und Katzen baden, meinte er, solle ich das Kunstschnee-Experiment doch ein paar Wochen verschieben...

Hüstel... also, zum Thema galaktischer Schleim...

Man braucht flüssigen Silikonkleber, den durchsichtigen, normalen halt. Und dann Wäschestärke in flüssiger Form, die man Löffelweise zugibt...
Das ganze kann man dann einfärben und mit Glitzer versehen... sehr schöne Übung...aber nicht so kinderleicht, wie ich es mir gedacht hatte... um eine tolle Konsistenz hinzubekommen, braucht man wohl einiges an Übung... aber Spaß macht es allemal... Ich habe gelben, grünen, blauen und roten galaktischen Schleim hergestellt... nachher zusammengemischt und es wurde eine grau-blaue Glitzer- Paste.

Und für die Kinder, die aus Kleber Spinnennetze Zaubern oder Figuren gießen, könnte dies ein tolles Experiment sein, wie man mit Absicht eine Flasche Kleber "versaut".


Kommentare:

  1. Ich stelle immer die Knetmasse selbst mit den Kindern her!

    Du hast mich jetzt wirklich neugierig gemacht mit dem Schleim!
    Ein Versuch ist es alle mal wert - Danke für den Tipp!
    LG Susanne

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  2. Mit der Geschichte hast du mir wirklich meinen grauen Morgen versüßt! Ich habe selbst 2 Hunde und die Vorstellung des Schleimunfalls hat doch sehr lebhafte Bilder produziert :D Danke für den lustigen Kopfkino-Film ;)
    LG Manu

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  3. Bei mir im blog stelle ich bald die "Bio-Version", also theoretisch essbar, vor. Ich liebe dieses Zeug, während die Kinder zum Teil eher angeekelt waren... Dazu habe ich dann eine saubere Lösung gefunden! Liebe Grüße, Karin.

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