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Arbeitsblätter zum Schreiblehrgang in Schulausgangsschrift - gratis

In den letzten Jahren ist meine Arbeitsblätter Sammlung zum Schreiblehrgang ganz ordentlich gewachsen. Mittlerweile habe ich über 400 Arbeitsblätter zu den unterschiedlichen Buchstaben erstellt und die Kopiervorlagen decken unterschiedliche Bereiche und Kompetenzen ab, die die Schüler beim Erlernen der Buchstaben erreichen müssen.

Aber die Schüler kommen heute mit ganz unterschiedlichen Ausgangslagen in die Schule. Ein paar können schon etwas lesen, andere haben vielleicht noch Schwierigkeiten beim Differenzieren der Laute.


Wortschatz und Schreibrichtung üben, hier Buchstabe H.


Beim Erstellen der Arbeitsblätter habe ich immer konkrete Schüler im Hinterkopf. Darum sind auch immer noch Aufgaben dazugekommen. Und mittlerweile ist das Set so umfangreich, dass ich wirklich das Gefühl habe, richtig gut damit differenzieren zu können.

Ich kopiere natürlich nicht alle Seiten für alle Schüler, sondern bei 25 Schülern zwischen 10 und 15 Seiten von ausgewählten Aufgaben, je nach Schülerschaft... Wenn ich starke Schüler dabei habe, kopiere ich von Anfang mehr Lese- und Lese-Malaufgaben mit. Wenn ich mehr schwächere Schüler habe, darf die Seite der Lautanalyse nicht fehlen. Und natürlich müssen die Schüler nicht nur Arbeitsblätter machen. Es gibt auch immer praktische und spielerische Stationen mit konkretem Material, zum Stempeln, Nachspuren im Sand, Kneten etc..

Aber eigentlich schreibe ich den Post, weil ich nun endlich dazu gekommen bin, die Arbeitsblätter für diejenigen von euch, die in Schulausgangsschrift alphabetisieren umzuschreiben. Die ersten Buchstaben sind schon online, die restlichen sollen bis Ende des Jahres folgen.

Damit ihr testen könnt, ob euch die Aufgaben im Unterricht nützen, habe ich die Arbeitsblätter zum T in Schulausgangsschrift gratis für euch hochgeladen. Auf in Druckschrift und in Grundschrift sind die Aufgaben zum T jeweils gratis.

Ich hoffe, ihr könnt sie nutzen und wünsche euch einen schönen Start in die Adventszeit.

Die Geschichte vom Fuchs, der fliegen wollte... (gratis Poster)

Im Unterricht passieren täglich spannende Sachen. In meinem Matheunterricht der Klasse 2 kam es vor ein paar Tagen zu einem - wie ich finde - sehr interessanten Vorfall. Eine sehr gute Schülerin war sauer, weil ein Schüler, dem Mathe sehr schwer fällt, zum wiederholten Male bei ihr abschreiben wollte. Der Schüler sitzt bewußt neben der besagten Schülerin. Es ist wichtig, dass da jemand ist, der die Sachen alleine und konsequent rechnet. Der ein Beispiel ist. - Soweit meine Sicht.

Aber die Schülerin ist sauer. Sie möchte nicht, dass bei ihr abgeschrieben wird. Ich kann das verstehen. Aber ich teile die Auffassung nicht. Ich finde, es geht nicht um Abschreiben, um Inhalte, um Lösungen der Matheaufgabe. Es geht um was anderes.
Ich frage: "Warum bist du böse?" - Keine Antwort. Wohl aber ein Blick wie tausend Donnerblitze.
(Ich muss das doch verstehen, als Lehrerin...) Ich frage die Klasse: "Warum ist die Maria (Name geändert) so böse?" "Es stört sie, dass bei ihr abgeschrieben wird." "Ja, das habe ich gemerkt. Aber warum?"

So richtige Worte finden die Schüler nicht. Es ist nicht fair, nicht korrekt, der Junge soll Mathe alleine schaffen... Alles richtig. Aber sage ich, wir kommen ja nicht alle mit den gleichen Bedingungen zur Schule. Ich zum Beispiel kann toll Mathe unterrichten. Aber Spanisch oder Kaqchiquel? Das kann ich nicht. Frau Perez, die Kaqchiquellehrerin kann dafür nicht so gut Mathe auf Deutsch unterrichten. Bei Schülern ist das auch so... einem fällt Mathe leicht, und anderen eben gar nicht.

Ich erzähle die

Geschichte vom Fuchs.
Der Fuchs wollte unbedingt fliegen. Über die Bäume, über den Wald. Er hatte schon mehrere Versuche gewagt, doch war er immer wieder mit der Schnauze und seinen vier Pfoten im Dreck gelandet. Also sagte sich der Fuchs. Ich muss einen Vogel fressen. Ich brauche die Flügel. Sonst wird das nie etwas.


Und der Fuchs fing einen Vogel und sagte: "Ich werde dich fressen. Denn ich will auch fliegen können und ich brauche dein Flügel."
Da antwortete der Vogel erschrocken: "Du kannst mich fressen, aber fliegen lernst du dadurch nicht."

Da wurde der Fuchs traurig. "Was kann ich dann tun?"
Der kleine Vogel hatte eine Idee: "Fuchs, deine Stärke ist nicht das Fliegen. Du hast vier starke Pfoten. Du kannst viel besser rennen und springen. Dafür bist du gemacht! Aber wenn du so gern fliegen möchtest, dann habe ich eine Idee!"

Der kleine Vogel zwitscherte und rief seine Freunde. Und alle kleinen Vögel zogen gemeinsam am Fuchs, mit all ihrer Kraft. Und siehe da! Sie konnten ihn in die Lüfte ziehen. So konnte der Fuchs erfahren, wie es ist zu fliegen.



Die Schüler waren still. Was hatte das nun mit der Abschreib-Situation zu tun? Schnell kamen viele tolle Ideen zusammen:

Der Fuchs kann andere Sachen aber nicht fliegen. Das ist wie bei Max. Der kann toll singen und Fußballspielen. Aber Mathe ist nicht so sein Ding.
Max war gemein, dass er einfach so abschreiben wollte... wie der Fuchs, als der den Vogel fressen wollte. Dabei konnte der Vogel doch helfen.
Max könnte auch um Hilfe fragen. Oder die Kinder die Mathe können, könnten ihre Hilfe anbieten. Da gäbe es Möglichkeiten in vielen Varianten.
Zu jemandem gemein zu sein, weil man etwas nicht kann, oder neidisch ist, hilft nicht weiter. Wenn man freundlich fragt, ist die Chance auf eine nette Antwort allemal größer.

Am Ende sagte eine Schülerin: Ich werde die Geschichte zu Hause malen. Die ist toll und ich will sie nicht vergessen.

Auf dem Weg zum Auto dachte ich dann: Oh wow, kein Mathe gemacht, aber sooo viel gelernt. Und da traf ich meine Lieblingskunstkollegin aus der Sekundarstufe. Als ich ihr die Geschichte erzählte sagte sie: "Das male ich dir!" und  tataaaa.... ich lade euch die beiden Bilder gerne hoch.

Manchmal kann man Themen aus der Schule in einer Geschichte verpackt viel besser mit den Schülern verarbeiten. Und Stärken wahrzunehmen, Schwächen nicht als Weltuntergang, sondern als Chance zu sehen. Lernen um Hilfe zu bitten, und auch Lernen Hilfe anzubieten - das sind für mich Kompetenzen, die ganz, ganz wichtig sind.

Und ich darf mit Erlaubnis von @proud_art_teacher die Bilder mit euch teilen. Vielleicht findet ihr Verwendung. Sie sind gratis im Shop beim lehrermarktplatz herunterzuladen.

#ichduwir #gemeinsam #freundschaftindergrundschule

Zusatzmaterial zum Ziffernschreibkurs und Schreiblehrgang

Letztes Jahr habe ich für den Anfangsunterricht in Klasse 1 Arbeitsblätter zu den Ziffern von 0 bis 9  und den Buchstaben von A bis Z erstellt. Diese eignen sich prima als Zusatzmaterial zum Buchstabenweg und als Hausaufgaben, wenn ein Buchstabe, oder eine Zahl noch nicht richtig sitzen.

Unterstütze deine Schüler mit spannenden Aufgaben zum Schreiblehrgang.
Beispiel zu einem Würfelspiel: Groß- oder Kleinbuchstaben identifizieren und gleichzeitig Würfelzahlen wiederholen 


In diesem Schuljahr habe ich beide Sets mit meinen Schülern erprobt. Bei uns startet das Schuljahr ja schon im Januar.

Ziffern schreiben lernen ist einer wichtige Aufgabe im Anfangsunterricht der Klasse 1. Mit diesem Material gelingt das Erlernen der Zahlen spielerisch.
Ziffernschreibkurs: Wie ihr seht, haben meine Schüler die Aufgaben zwischen zwei Pappen zu einem kleinen Buch gebunden. Dabei haben nicht alle Schüler am Ende die gleichen Blätter, denn jeder darf von Anfang an auswählen, wie er dieZahlen üben möchte.


Schön war, dass die Schüler schnell sehr selbständig an die Arbeit gehen konnten. Schon Nach 2 oder 3 Buchstaben hatten eigentlich alle den Ablauf drauf. Selbständig Aufgaben auswählen, in Partner oder Kleingruppen bearbeiten (Ich habe da in Klasse 1 gleich ein wenig flexible seating geübt).

Besonders beliebt waren die Würfelspiele zu den Ziffern und die Nachspurseiten mit Mustern in Mathe und die Leporellos in Deutsch. Einige Schüler haben eine komplette Sammelkartei angelegt, um von jedem Buchstaben ein Vokabelbüchlein zu haben. Das war super. Andere hatte Freude daran, die Nachspuraufgaben am elektronischen Whiteboard zu machen, anstatt auf Papier.


Warum berichte ich jetzt hier nochmal darüber? Vielleicht kann ja der ein oder andere von euch die Arbeitsblätter für das neue Schuljahr gebrauchen. Sie lassen sich prima neben einem Lehrwerk einsetzten (auch wenn man nicht immer alle benutzt) und eignen sich deshalb auch für Vertretungsstunden und Hausaufgaben.

Die Probeblätter zum Pp und Tt gibt es unter den folgenden Links gratis

Gratis Arbeitsblätter zum Buchstaben Pp

Gratis Arbeitsblätter zum Buchstaben Tt

Gratis Arbeitsblätter zur Ziffer / Zahl 3


und die Komplettsets gibt es unter folgenden Links

Komplettset Alphabetisierung / Schreiblehrgang

Komplettset Ziffernschreibkurs

Vom Lehrermarktplatz gibt es bis zum 22.8.2018 einen Rabatt Gutschein mit 22% auf alle Materialien zum Anfang des neuen Schuljahrs. Der CODE ist BACKTOSCHOOL.




Kooperatives Lernen und selbstgesteuertes Lernen: Version 2.0

An meiner Schule gibt es vom Vorkindergarten bis hin zum Abitur alle Jahrgänge. Das führt manchmal dazu, dass wir sehr große Konferenzen mit Lehrern aller Schultypen haben. Und daraus resultieren manchmal solche Gespräche wie: "Ihr aus der Grundschule könnt euch gar nicht vorstellen..." und dann kommt etwas von Abi-Aufgaben, oder "in der Grundschule habt ihr Methoden, die können wir so gar nicht gebrauchen, mit so viel Spiel und so".

Ich habe dann immer Lust was zu kontern. Aber das bringt ja nichts... also: Heute mal anders herum. Bei einer Kollegin aus dem Sekundarbereich habe ich unlängst eine Hospitationsstunde gehabt. Wir wollten testen, ob spielerische Methoden, kooperativ und äußerst motivierend wie ein "Escape Room" auch bei unseren DaF Schülern funktionieren könnten, oder ob es sprachlich eine Überforderung wäre. Dazu haben wir ein Material von Wortliebe benutzt.

Die Stunde war der Hammer: Motivierte Schüler, die am Thema gearbeitet haben, selbständig in Kleingruppen a vier Schülern. Selbst sonst unauffällige Schüler oder schwächere Schüler haben sich prima eingebracht. Die Situation: Die Schüler sollten sich vorstellen, dass sie in einer alten Villa eingeschlossen worden sind. Um sich zu befreien, müssen sie die Rätsel lösen, gegen die Zeit und als Gruppe.  Jeder Schüler kann mit seinen Stärken und Kreativität helfen. Die Stunde war wirklich klasse: Die Schüler organisierten sich genial! Alle arbeiteten mit und brauchten nur selten kleinere Hilfestellungen oder Tipps. Wir Lehrer waren wirklich nur als Helfer und Zuschauer dabei. Und es war ein Genuss zu sehen, wie sich die Schüler bei einer besonderen Aufgabe über ihre eigene Unordnung ärgerten.

Nach der Hospitation kann ich sagen: Mittel- und Oberstufen Schüler können sehr wohl auch spielerisch und kooperativ lernen und dabei sehr viel Freude haben. Natürlich muss es nicht mit Grundschulmethoden sein.
Aber: Auch Grundschullehrer können was von den Sek1/2 Lehrern lernen, und deren Methoden einsetzen, wenn auch etwas abgeändert. Wenn etwas toll funktioniert, dann sollte man es nutzen, egal aus welcher Schulstufe, oder woher auch immer es kommt...

Darum habe ich mich in der letzten Woche daran gesetzt eine "Escape Room" Aufgabe für Klasse 1-2 zu konzipieren. Dabei hat mir schon der Kopf gebrummt: Mit einer Gruselszene wollte ich nicht anfangen, dafür sind die Schüler zu klein. Aber mit einer Notlage dachte ich, könnte man schon beginnen...

Motiviere deine Schüler gemeinsam an einem Fall zu arbeiten, ihre Kreativität zu nutzen und mit der Kraft eines Teams gegen die Zeit zu spielen: Helft dem Direktor seine Schulsachen wiederzufinden
Knobelaufgaben für kooperatives Lernen zum Thema Schulsachen

Der Schulleiter hat in seinem Wirren Kopf den Code für den Schultresor vergessen. Eingeschlossen sind seine Materialien, die er dringend braucht. Um den Code zu knacken, hat er Hinweise, aber der Computer ist von einem komischen Virus lahmgelegt und auch aus seinen Aufzeichnungen wird er nicht mehr schlau. (Eigenartig, nicht wahr?)




Also ist es doch klar: Er braucht kleine Detektive, die ihm helfen den Fall zu lösen. Die Schulsachen müssen aus dem Safe geholt und der Code geknackt werden. Um das zu schaffen gibt es Rätsel mit Code Streifen, die die Schüler lösen müssen. Dazu brauchen sie Bleistift, Schere und Kreativität, müssen sich aufteilen um schneller zu sein und ordentlich auf ihre Detektivunterlagen aufpassen. Ob sie es wohl schaffen, alle Schulsachen zu finden und den Code zu knacken?

Am Montag werde ich das Material mit meinen Schülern testen. Bin mal gespannt, ob meine kleinen Detektive genauso motiviert knobeln werden, wie die Schüler der achten Klasse.

Wenn ihr Lust habt, das Material auszuprobieren, obwohl es noch nicht getestet ist, könnt ihr es als Grundschulblog Leser 30% günstiger bekommen, wenn ihr den folgenden Rabatt Code nutzt:

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Differenzierung im Unterricht - Mehraufwand?

Differenzierung im Unterricht wird heutzutage als Musterlösung angesehen, allen Schülern irgendwie gerecht zu werden. Bei extrem heterogenen Lerngruppen setzten viele Lehrkräfte Differenzierung mit ebenfalls extremen Mehraufwand gleich. Aber ist es wirklich zwingend mehr Aufwand?

Ich stelle euch hier ein paar Methoden vor, die mir Kollegen zugesandt haben, nachdem ich neulich eine Post zur Differenzierung veröffentlicht hatte.


Differenzierung mit Lern-Stationen:

Ein Vorschlag, der besonders in der Grundschule gut funktioniert, ist das Arbeiten an Lernstationen. Stationenarbeit kann man in allen Fächern durchführen und wenn sich die Kollegen auf den Ablauf von Stationen einigen, dann haben selbst Erstklässler den Trick schnell heraus.

Beim Planen von Stationen überlege ich mir immer, was ist die Mindestanforderung, die alle Schüler schaffen sollten und welche anderen Übungsformate ich anbieten könnte, die verschiedenen Lernertypen gerecht werden. Normalerweise  stelle ich dann für eine Doppelstunde zwei bis drei Pflichtaufgaben zur Verfügung, die alle Kinder bearbeiten müssen. Darüber hinaus gibt es Aufgaben, die sich auf spannende, kniffelige oder kreative Weise mit dem Thema beschäftigen. Wenn es sich anbietet, versuche ich auch eine digitale Station mit im Programm zu haben.

Wie sieht das in der Praxis aus?

Hier ein Beispiel aus dem Ziffernschreibkurs:

Alle Schüler sollen:

Über Zahlen sprechen ist nicht schwer, wenn die Schüler gemeinsam darüber nachdenken und sich gegenseitig unterstützen. Das geht auch im Deutsch als Fremdsprache Unterricht oder im sprachsensiblen Mathematikunterricht.
Zwei Schüler erstellen gemeinsam ein Memo Spiel. Sie müssen sich auf Darstellungsoptionen einigen. Dabei sprechen sie über die darzustellende Zahl. Beim Malen arbeitet jeder Schüler auf seinem Niveau.

1 Arbeitsblatt zu der jeweiligen Ziffer bearbeiten, bei dem es um die Schreibrichtung der Ziffer geht.
1 Arbeitsblatt zur Mengenwahrnehmung bearbeiten. (Oder entsprechende Aufgaben aus dem Mathebuch)



Als Wahlstationen gibt es:

1 Würfelspiel für kooperatives Lernen zur Ziffer
1 Knobelaufgabe zum Knobeln und Nachdenken
1 Darstellerische Aufgabe zum Schneiden, Kleben oder Basteln der Zahl
1 Arbeitsblatt zur Wahrnehmung: richtig oder falsch?

Schüler lernen von und miteinander, wenn sie gemeinsam eine schwierige Aufgabe lösen sollen. Nachdenken und Lernen. Zusammenarbeit fördern.
Bei kniffligen Knobelaufgaben tauschen Schüler ihre Ideen aus. Starke und schwache Schüler arbeiten gemeinsam und lernen voneinander.

Nachspurstationen (Sand, Tafel, Digitale Tafel)

Knetstation: Ziffer Kneten oder als Menge Darstellen (Kugeln, Würfel kneten)

Legestation: Aus Lego, Bausteinen, Bohnen, Murmeln oder ähnlichem Mengen legen.

Alle Schüler sollten möglichst 5 Stationen schaffen. Zwei sind Pflicht, drei dürfen gewählt werden. Super Schüler schaffen auch mehr! Sie bekommen dann die extra Erlaubnis noch andere Aufgaben zu bearbeiten. Ganz schwache Schüler schaffen vielleicht nur 4 Aufgaben. Sie müssen dann eine Extraaufgabe als Hausaufgabe mitnehmen. Niemand darf an die motivierenden Wahlaufgaben, wenn er sich nicht vorher bei den Pflichtaufgaben bemüht hat.

Während die Schüler an der digitalen Tafel schreiben kann der Lehrer am Bildschirm die Schreibrichtung beobachten.


Da viele motivierende Aufgaben, wie Nachspuren an der digitalen Tafel oder der Kreidetafel zu Hause nicht möglich sind und viele Kinder auch keine Knete zu Hause haben, sind die meisten Kinder extrem motiviert, diese Aufgaben in der Schule zu schaffen.
Auch die kooperativen Aufgaben wie: Sucht zu zweit Bilder für die Ziffer und stellt ein Lernposter her, oder ein Würfelspiel ist spannender in der Schule zu erledigen als zu Hause.

Müssen denn nicht alle Schüler das Gleiche lernen und machen?
Nein - Bei mir dürfen Schüler nach dem Pflichtteil auch nach ihren Vorlieben auswählen. In einer Evaluationsrunde am Ende der Stunde, oder manchmal am nächsten Tag, stellen die Schüler vor, was sie erarbeitet haben. So haben alle Kinder etwas davon.

"Wir haben ein Plakat gebastelt. Hier ist die 4. Hier sind vier Reifen. Das sind 4 Blätter beim Klee!" "Das ist eine vier aus Knete." etc. Auch dieses Evaluationsgespräch gibt allen Schülern die Chance über das, was sie gelernt haben zu sprechen. Schwache wie starke Schüler, alle haben ja etwas geschafft, jeder in seinem Tempo und mit seinen Fähigkeiten. Ein schwacher Schüler, der sehr langsam schreibt, kann vielleicht aber gut Kneten, oder einen Legoturm bauen und hat so auch die Chance auf Erfolg.

Ist das Stationenlernen mit differenzierten Aufgaben mit mehr Arbeit verbunden, als Lernstationen die für alle gleich sind? Nein - eigentlich nicht. Ins Gewicht fällt da eher, wie gut eine Schule ausgerüstet ist und welches Material vorhanden ist.  Sandkisten zum Schreiben im Sand, Bausteine, Bohnen oder ähnliches müssen halt einmal angeschafft sein. Dann kann man sie immer wieder benutzen.

Ähnlich wie beim Ziffernschreibkurs funktionieren die Stationen auch beim Erlernen der Buchstaben und später in Klasse 2 oder 3 beim Bearbeiten komplexerer Themen im Deutsch, Mathematik oder Sachunterricht.
Wichtig sind die gemeinsamen Gespräche über das was gelernt wurde, weil dort die Schüler voneinander lernen, der Lehrer die Chance hat aufgetretene Fehler zu besprechen und alle Schüler etwas beitragen können, jeder auf seinem Niveau. Im Gegensatz zu Aufgabenstellungen bei denen die Schüler nicht mitentscheiden können, was sie bearbeiten möchten, erreicht man so eine erhöhte Teilnahme (student engagement) und Motivation der Schüler.

Geht das in unruhigen Klassen mit Störern?

Ja, gerade in Klassen bei denen Schüler den Unterricht regelmäßig stören oder blockieren kann es sogar hilfreich sein, die Schüler selbst entscheiden zu lassen, wie sie ihren Lernprozess gestalten.
Der Lehrer gibt ja weiterhin vor, was gelernt wird. Das Ziel ist klar, nur den Weg entscheiden die Schüler selbst.














Klett Bilder Erzähl- und Sprechanlass zu Ostern

Das Laminiergerät und ich haben uns jetzt darauf geeinigt wie wir praktische Aufbewahrungstäschchen direkt in ein Material einarbeiten können. Nach ein paar mal üben funktioniert es ganz fantastisch. Und da es meiner kleinen Tochter so viel Spaß gemacht hat, die Malreihe auseinander zu rupfen und dann querbeet wieder festzukletten, dachte ich, ich bastle ihr halt etwas mit Bildern, zum Erzählen. Das war recht schnell gemacht, und ich stelle euch hier das Material kurz vor.


Unterstütze Schüler spielerisch beim Anwenden der Sprache. In diesem Fall geht es um eine frühlingshafte Ostersituation.
Klettbild zu Ostern: Die Schüler üben Wortschatz, Lagebezeichnungen und Satzstrukturen spielerisch

Ich habe einen schlichten, selbstgezeichneten Hintergrund genommen (Mein Wacom und ich schaffen derzeit nur schlichte Hintergründe *schmunzel*), gedruckt und geklebt, dann laminiert (mit Aufbewahrungstasche auf der Rückseite). Außerdem habe ich Osterbilder gedruckt, laminiert und geschnitten. Danach beides mit Klettstreifen versehen. Die Klettstreifen habe ich dabei so auf dem Hintergrund verteilt, dass sie wie in einem Neunerraster verteilt liegen. Für meine kleine Tochter ist das nicht wichtig, sie erzählt in herrlichstem Alemaniol (Spanisch-Deutschmix) vom Osterhasen der huevos hat und von Vogel der Flor essen möchte.

Für meine Schüler finde ich aber schon wichtig, dass wir außer zu erzählen, was wir sehen, auch zu benennen lernen, wo wir etwas sehen. Auch in Mathematik haben wir neulich die Lage im Raum besprochen. So passt sich das also für eine kleine Wiederholung.


Das Material ist wieder differenziert einsetzbar. Ich habe vier Lese-Anweisungen geschrieben, so dass das Bild immer etwas anders aussieht, außerdem können die Schüler aber auch selbst ein Bild gestalten und dann frei erzählen.
Möchtest du mit deinen Schülern das Erzählen und Sprechen üben? Dann sind Klettbilder genau das Richtige!
Gleich mit laminierte Aufbewahrungstasche für die Erzählbilder

Außerdem an Board: eine Vokabelliste für die Wortschatzarbeit und eine Schüttelbox für die Schüler, die allein noch keine Sätze formulieren können.

Schüler wollen aktiv an der Gestaltung des Unterrichts mitarbeiten. Mit den Oster Erzählbildern haben DaF und DaZ Schüler die Chance, aktiv mit in den Lernprozess einzugreifen, in dem sie ihre eigenen Bilder und Geschichten gestalten.
Erzählbilder zu Ostern kreativ gestalten

Differenzierung im Unterricht: Wer könnte mir helfen?

Wie der Herr vom Auswärtigen Amt sagte: Nach der BLI ist vor der BLI und bei uns wird in der Schulentwicklung intensiv am Thema Differenzierung gearbeitet.
Bei der Evaluation im Kollegium wurde schnell klar, dass es verschiedenste Meinungen zum Thema Differenzierung gibt.
Hier soll es um das Thema Differenzierung gehen, Methoden, Tipps und praktische Umsetzung im Unterricht.
Binnendifferenzierung im Unterricht

Auch wenn man im Internet googelt, trifft man auf allerlei Meinungen und Aspekte, die jedoch zumeist eher verhalten klingen. Selbst Wikipedia klingt nicht so wirklich überzeugend. Deshalb hoffe ich, dass ihr mir helfen könnt, uns gegenseitig zu helfen. Ich würde gerne Differenzierungstipps sammeln. Deshalb würde ich mich freuen, wenn ihr mir über eure Differenzierungsmethoden, die ihr im Unterricht erfolgreich einsetzt, schreiben könntet. Am besten per Mail und vielleicht mit einem Foto (ohne Kinder drauf). Dann könnte ich aus euren Ideen hier eine kleine Sammlung entstehen lassen, die vielen Lehrern zur Verfügung steht.
Also nicht als wissenschaftliche Abhandlung, sondern als Tipps von Lehrern für Lehrer.

Zu den Hauptproblemen von Differenzierung laut Wikipedia gehören nämlich "Methodenunkenntnis", "Kontrollangst", "Gewohnheit" die Scheu vor größerem "Aufwand" bei der Unterrichtsvorbereitung und "Zeitmangel". Das sind auch grob die Punkte, die bei unserer Evaluation herauskamen. Alle sind sich einig, dass man differenzieren muss, weil die Schüler unterschiedlich sind, aber es in der Praxis nicht oft tut, weil die Lehrpläne kaum Zeit lassen, man bei großen Gruppen den Überblick verliert, man keine Zeit hat viel Material vorzubereiten, etc.

Gemeinsam könnte ich mir vorstellen, dass wir viele einfache und praktikable Tipps sammeln, die uns helfen Zeit zu sparen und vor allem dazu dienen, den Nutzen von Differenzierung für Lehrkräfte zu verdeutlichen (was es den Schülern bringe. Also wer gern sein Wissen teilen möchte, ist herzlich eingeladen. (drachentstuebchen@gmail.com)